ePrivacy and GPDR Cookie Consent by Cookie Consent Kreisseniorenring Forchheim | Beratung, Information, Öffentlichkeitsarbeit

Beratung, Information, Öffentlichkeitsarbeit


Information und Öffentlichkeitsarbeit zu Angeboten für ältere Menschen sollen den Zugang zu Versorgungseinrichtungen erleichtern bzw. ermöglichen, aber auch Angebote der Teilhabe nicht außer Acht lassen. Fachliche Beratung soll dabei helfen, geeignete Angebote zu finden. Information und Öffentlichkeitsarbeit umfasst viele Möglichkeiten, die auch von den Kommunen selbst gut gehandhabt werden können. Ältere haben über ein allgemeines Informationsbedürfnis hinaus gerade in schwierigen Lebenssituationen einen Beratungsbedarf. Dies erfordert ein inhaltlich fundiertes und regional verankertes Wissen. Ebenso ist die Struktur der Beratungslandschaft zu betrachten.

Das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz des Bundes sieht den Aufbau von Pflegestützpunkten vor, wobei die Länder über diese Einführung selbst bestimmen können. Sie dienen der wettbewerbsneutralen Beratung, Versorgung und Betreuung. Ein Teil des bestehenden Beratungsbedarfs würde dadurch gedeckt werden.

Gleichzeitig ist es aber wichtig, den Informationsbedarf der Älteren auch durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, im Sinne von Pressearbeit, Berichten und Printmedien, zu decken. Dies dient dazu darüber zu informieren, wer zu welchem Thema berät, ob es eine/n Ansprechperson in der Gemeinde (Vermittler) gibt o.ä..

Hier sehen Sie die Maßnahmenempfehlungen dieses Handlungsfelder.

Priorisierung:

Rangfolge

Maßnahmenempfehlung (Priorisierungspunkte)

Bewertungsrang

1.

Gebündeltes Beratungsangebotes zum Großthema Pflege/Senior*innen, ggf. Menschen mit Behinderung (Pflegestützpunkt o.ä.) –
Kompetenzen bündeln vor Ort; mit Außenstellenterminen (6)

7

2.

Regelmäßige Prüfung und Erweiterung der Pflegeplatzbörse zur aktuellen, lokalen Orientierung der Bürger*innen (4)

1

2.

Ansprechperson pro Gemeinde für Senior*innen (4)

8

 

Maßnahmenempfehlung Zusatz:

Anpassung des KSR an derzeitige Standards

Der Internettauftritt des Kreisseniorenrings soll an die derzeitigen Standards angepasst und aktualisiert werden. Jener soll weiterführend von Mitgliedern des KSR betreut werden (derzeit AK 5).
à KSR
à Kurzfristig

Nach Bewertungsmatix
(pro Priorisierungspunkt +0,25 P
)

  1. Regelmäßige Prüfung und Erweiterung der Pflegeplatzbörse zur aktuellen, lokalen Orientierung der Bürger*innen (27,27 P) – Priorisierungsrang Nr. 2
    Erweiterung der Pflegeplatzbörse um teilstationäre Einrichtungen, ambulant betreute Wohngemeinschaften, ambulante Pflegedienste, ehrenamtliche Helferstrukturen und niedrigschwellige Angeboten. Regelmäßige Prüfung einer Anpassung.
    à Seniorenplanung, KSR mit Trägern, Diensten und Organisationen
    à Kurzfristig
  2. Regelmäßige Darstellung der Angebote (26,64 P)
    Regelmäßige Darstellung der Angebote der Seniorenarbeit/ Teilhabe/ Engagementmöglichkeiten/ Beratung/ niedrigschwellige Angebote … (Seniorentreff, Mittagstisch, Beratung, Helferkreis, etc.) auf Gemeinde/VG-Ebene, v.a. in den Gemeindeblättern. Eine Thematisierung dieser an den regionalen Runden Tischen soll angestrebt werden (Hdlf. X. ME 11). Hier wäre eine Sammlung von sowohl gemeindlichen als auch kirchlichen und Vereinsangeboten sinnvoll, sodass die Bürger*innen EINE Übersicht haben. Hierfür sollen die Gemeindeblätter eine „Seniorenseite“ bzw. einen „Seniorenbereich“ enthalten. Öffentlichkeitsarbeit (ebenso) sinnvoll über:
    1. Gemeindeblätter – auch umliegende Gemeinden; absprechbar in regionalen Treffen/ runden Tischen
    2. Kirchliche Blätter
    3. Eigenwerbung (z.B. der Wohlfahrtsverbände)
    4. Sozialatlas des Landkreis Forchheim
    5. Seniorenwegweiser Landkreis/gemeindlich
    6. Krankenkassen als Informator
      à Gemeinden, Kirchengemeinden, Dekanate, Bistum, Wohlfahrtsverbände, Krankenkassen, Landkreis, Organisationen
      à Kontinuierlich
  3. Weiterführung des Sozialatlas Forchheim mit regelmäßiger Prüfung der Anpassung (26,95 P)
    Der Sozialatlas des Landkreis (www.sozialatlas-fo.de) soll weitergeführt werden. Angebote des Seniorenbereichs sollen weiterhin, nach Realisierbarkeit, hinzugefügt werden.
    à Landkreis (Team Sozialatlas, inkl. Seniorenplanung) mit (eingetragenen) Organisationen
    àKontinuierlich
  4. Stärkung der qualifizierten Weitervermittlung und präzisere Definition von Lücken in der Beratungslandschaft (26,34 P)
    Zur Unterstützung derjenigen die an der Versorgung und der Unterstützung der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen sowie vergleichbar Nahestehenden beteiligt sind, soll ein Austausch von beratend Tätigen entstehen, an welchem jede Organisation vorstellt über welche Themen sie in welcher Tiefe und Breite berät. Dies soll zur besten Unterstützung ganzheitlich über die Beratungslandschaft und die Bevölkerungsgruppen erfolgen. Dadurch können Anfragen von Bürger*innen, in Bezug auf Senior*innen pflegende Angehörige/Pflegebedürftige, besser weitervermittelt werden und es können Lücken der Beratungslandschaft genauer definiert werden (möglichst alle Bevölkerungsgruppen, auch Menschen mit Behinderung).
    à Soziale Kreisentwicklungsbereiche (Seniorenplanung, Jugendhilfeplanung, Amt für soziale Angelegenheiten, GesundheitsregionPlus, Bildungsregion etc.) mit KSR
    àMittelfristig
  5. Allgemeine barrierefreie und altengerechte (digitale) Darstellung von Informationen zur Erleichterung des Zugangs zu Informationen (26,16 P)
    Allgemeine barrierefreie und altengerechte (digitale) Darstellung von Angeboten und Informationen. Die Anpassung ist für die Seiten öffentlicher Einrichtungen (Sozialatlas, Gemeindehomepage) ebenso zu empfehlen wie für Unternehmen und alle sonstigen Betreiber eines Internetauftritts.
    à Alle (Gemeinden, (Dienst-)Leistungsanbieter/Lieferservices, etc.)
    à Mittelfristig
  6. Erweiterung der Pflegeplatzbörse zur aktuellen, lokalen Orientierung der Bürger*innen und Aktualitätssicherung - Aktualitätssicherung der Pflegeplatzbörse (26,09 P)
    à Einrichtungen, Dienste und Organisationen
    à Kurzfristig
  7. Gebündeltes Beratungsangebotes zum Großthema Pflege/Senior*innen, ggf. Menschen mit Behinderung (Pflegestützpunkt o.ä.) –
    Kompetenzen bündeln vor Ort; mit Außenstellenterminen
    (siehe auch Hdlf. VIII.) (26,05 P) – Priorisierungsrang Nr. 1
    Um Doppelstrukturen zu vermeiden, soll ein gebündeltes Beratungsangebot der jetzigen Beratungsstellen erfolgen. Eine Integration bestehender Beratungen (z.B. Fachstellen für pflegende Angehörige) ist anzustreben. Die Integration von Beratungsangeboten für Menschen mit Behinderung ist zu prüfen. Hierzu wird zunächst die landesrechtliche Empfehlung/Regelung in Bezug auf die Organisation eines Pflegestützpunktes betrachtet. Es soll eine zentrale Anlaufstelle, auch als telefonische Erstberatungsvermittlung, entstehen. Ein dezentrales, punktuelles Angebot soll geprüft werden (an bestehenden Strukturen angebunden – z.B. Familienstützpunkte).
    à Entsprechend durch die Empfehlung/Regelung Verantwortliche (Bezirk, Landkreis, Pflegekassen, Wohlfahrtsverbände, OBA etc.)
    à Kurz-bis Mittelfristig
  8. Ansprechperson pro Gemeinde für Senior*innen (24,82 P) – Priorisierungsrang Nr. 2
    Gemeinden sollen jemanden benennen, der Senior*innen als Ansprechperson dient. Dies kann vorzugsweise der/die Seniorenbeauftragte sein. So soll der Fluss von Informationen und Bedarfen sowie die Vermittlung von Beratung ermöglicht werden. Durch Studientage (siehe Hdlf. X.) sollen die Seniorenbeauftragten/-vertretungen Basisinformationen erhalten. Der/Die Ansprechperson sollte im Netzwerk der Seniorenarbeit aktiv sein und in Kontakt mit der Verwaltung und dem Gemeinderat stehen bzw. diese Vernetzung anstreben. Es sollten unterstützende/ergänzende hauptamtliche Strukturen in den Gemeindeverwaltungen integriert sein (dem Seniorenbeauftragten sollte ein/e Ansprechperson in der Gemeindeverwaltung aus dem Bereich Soziales zur Verfügung stehen). Die durch das Ehrenamt entstandenen Aufwendungen (Fahrtkosten, Porto) sollen durch die Gemeinde entschädigt werden (siehe auch Hdlf. X.).
    à Gemeinde mit Seniorenvertretung, Quartiersmanagement
    à Kurzfristig
  9. Bewerbung von Hausbesuchen der Fachstellen für pflegende Angehörige, der gesetzlichen Pflegekassen und sonstiger Anbieter der Dienstleistung (24,8 P)
    à Entsprechend beratend Tätige, Broschürenhersteller etc.
    àLangfristig
  10. Integration des Bereichs Beratungsbedarf(sdeckung) in die Seniorensozialraumanalyse (24,34 P)
    à Seniorenplanung
    à Kontinuierlich
  11. Unterstützung von Senior*innen beim Ausfüllen von Anträgen etc. (24 P)
    Unterstützung von Senior*innen (nach Rechtslage und nur bei Bedarf – Übernahme mindert sonst die Selbstständigkeit) beim Ausfüllen von Anträgen etc. durch das zuständige Personal in den Institutionen, Ämtern und Beratungsstellen. Prüfung von Überlegungen zu einem Sozialdienst für Erwachsene.
    à Beratend Tätige, Institutionen bei welchen Anträge eingehen
    à Kontinuierlich
  12. Zukünftiger Ausbau digitaler Informationswege (23,9 P)
    Beim Auf- und Ausbau von Beratungsangeboten, soll ein verstärkter Fokus auf die Digitalisierung gelegt werden, da die nachrückenden Senior*innen als auch pflegende Angehörige technikaffiner sind.
    à Alle
    à Langfristig
  13. Integration von Veranstaltungshinweisen aus dem Seniorenbereich in bestehende Strukturen (z.B. FO:KUS) (23,61 P)
    Für (landkreisweit interessante) Veranstaltungen aus dem Seniorenbereich soll eine digitale Plattform gefunden werden, sodass sich auch nicht an Organisationen angegliederte Bürger*innen informieren können. Hierzu soll möglichst auf Bestehendes zurückgegriffen bzw. an Bestehendes angeknüpft werden (z.B. FO:KUS). Eine Spiegelung auf die Kreisseniorenringhomepage soll geprüft werden. (Vorläufig) Es sollen entsprechende Veranstaltungen unter einer jeweils passenden Kategorie in den FO:KUS integriert werden. FO:KUS soll auch weiter bekannt gemacht werden, sodass auch Senior*innen auf andere Veranstaltungen aufmerksam werden.
    à Veranstaltende
    à KSR, Kultur- und Sportamt, Seniorenplanung
    à Mittelfristig
  14. Regelmäßige Evaluation des Seniorenwegweisers (23,43 P)
    Regelmäßige Evaluation des Seniorenwegweisers des Landkreises sowie der digitalen Darstellung dessen.
    à Seniorenplanung mit KSR
    à Kontinuierlich
  15. Intensivierung/Fortführung der Öffentlichkeitsarbeit; Ermöglichung der kostenfreien Darstellung der Angebote gemeinnütziger, ehrenamtlicher Organisationen (23,27 P)
    Öffentlichkeitsarbeit des Seniorenbereichs intensivieren, d.h. Aktivitäten der einzelnen Seniorenvertretungen, des KSR etc. an die Presse geben. Für gemeinnützige, ehrenamtliche und/oder auf Spende basierend tätige Organisationen sollten Möglichkeiten der kostenfreien Inserierung geschaffen werden.
    à Alle
    à Presse
    à Langfristig
  16. Prüfung der Anpassung der Beratungsangebote an den öffentlichen Personennahverkehr (23,1 P)
    Um die Erreichbarkeit zu verbessern, sollen die Beratungsanbieter die zeitliche und räumliche Festlegung prüfen und ggf. an den öffentlichen Personennahverkehr anpassen.
    à Beratend Tätige
    à Langfristig
  17. Starthilfe für die schönste Lebenszeit (22,93 P)
    Informationen zur Erleichterung des Übergangs Beruf-Rente („Starthilfe für die schönste Lebenszeit“). Hier sollen allgemeine und möglichst sozialräumliche Informationen und Aktivitätsmöglichkeiten (z.B. Beratungsangebote, Schnupperangebote, Nachbarschaftshilfen und Initiativen vor Ort) aufgeführt sein. Ein Starthilfe/ Überleitungsmanagement- Grundgerüst soll vom KSR erarbeitet werden und für jede Gemeinde und jede*n Seniorenbeauftragte*n möglichst problemlos an die individuellen Gegebenheiten in seiner/ihrer Gemeinde angepasst werden können. Durch die Starthilfe sollen auch Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements aufgezeigt werden. Über die VHS sollten „Startveranstaltungen für die schönste Lebenszeit“ veranstaltet werden.
    à KSR mit Seniorenplanung, Seniorenvertretungen, Gemeinden, VHS
    à Mittelfristig
  18. „Aufsuchende Beratungsarbeit“, Informationsweitergabe (22,86 P)
    Aufsuchende Beratungsarbeit durch Amtstragende als Vertrauenspersonen (v.a. in ländlichen Gebieten). Aufsuchende Beratungsarbeit ist vor allem in Teilen des Landkreises zu installieren, in welchem ein Großteil der (älteren) Bewohner sich scheut mit seinen Problemen aus dem Haus zu gehen. Dies kommt laut Expertenbefragungen häufig in ländlich geprägten Strukturen vor. Geburtstagsbesuche u. ä. sollen zur Weitergabe von relevanten Informationen (Seniorenwegweiser, Flyer Sozialstationen, Einladung zum Mittagstisch, Essen auf Rädern, Nachbarschaftshilfe usw.) genutzt werden. Ggf. soll auch die Kontaktherstellung angeboten werden.
    à Bürgermeister*in, Pfarrperson, Amtstragende, Wohlfahrtstätige etc.
    à alle in Kontakt mit Senior*innen Stehenden, auch Seniorenvertretungen, Veranstaltende, Quartiersmanagement
    à Mittelfristig
  19. Vorstellung der Angebote im Landkreis auf einer Seniorenmesse „Messe für die schönste Lebenszeit“, ggf. SenioFit; auf gemeindlicher Ebene soll die Darstellung von Beratungsangeboten mit anderen Öffentlichkeitsaktionen (z.B. Tag der Bewegung) gekoppelt werden (20,45 P)
    Organisationen der Seniorenarbeit sollen sich auf einer Seniorenmesse, oder „Messe für die schönste Lebenszeit“, den Bürger*innen vorstellen. Hierzu soll vorzugsweise auf bestehende Messeformate zurückgegriffen werden.
    à KSR, Gemeinden mit den Organisationen
    à Langfristig
  20. Prüfung der Installation eines Beratungsbusses (19 P)
    Zur Erreichbarkeit der ländlichen Regionen soll die Installation eines Beratungsbusses geprüft werden. Dieser könnte an bestehenden Strukturen zum Einsatz kommen (z.B. Familienstützpunkt, Rathaus). Neben Pflege kann auch über andere Bereiche beraten werden (z.B. Wohnraum, Rente, Patientenverfügung).
    à Landkreis mit beratend Tätigen
    à Langfristig
  21. Erstellung und Evaluation einer Referentenübersicht (18,63 P)
    Erstellung und Evaluation einer Referentenübersicht mit im weitesten Sinne seniorenrelevanten Themen für Akteure im Seniorenbereich zur Planung von Veranstaltungen. Dies soll auf der digitalen Präsenz des KSR angeboten werden.
    à KSR mit Seniorenvertretungen
    à Langfristig