ePrivacy and GPDR Cookie Consent by Cookie Consent Kreisseniorenring Forchheim | Präventive Angebote

Präventive Angebote


Prävention bezieht sich in diesem Handlungsfeld schwerpunktmäßig auf die ältere Gesellschaft. Das Handlungsfeld setzt an vorhandenen Ressourcen an, und bezieht sich wesentlich auf die Selbstverantwortlichkeit für ein gesundes und aktives Altern. Ein Ziel muss daher sein, alternsspezifische Krankheiten zu vermeiden bzw. deren Auftreten möglichst lang hinauszuzögern.

Prävention wird in drei Definitionen unterteilt. Primärprävention soll Gesundheit fördern, erhalten und Erkrankungen verhindern. Sekundärprävention hat zum Ziel das Fortschreiten einer Krankheit möglichst frühzeitig zu verhindern. Tertiärpävention soll bei fest eingetretenen Erkrankungen die Schwere und Ausweitung verhindern. Zu den großen drei Kategorien von Prävention zählen Bewegung, Ernährung und soziale Kontakte. Letztere überschneiden sich mit Hdlf. V. und werden schwerpunktartig dort behandelt.

Die Bedeutung von Prävention wurde auch von politischer Seite erkannt. Demnach existiert seit Juni 2017 eine Landesrahmenvereinbarung Prävention Bayern, welche aus dem bayerischen Präventionsplan Ende 2015, dem Präventionsgesetz Mitte 2015, sowie den §20 ff SGB V hervorgeht. Beteiligte der LRV Prävention sind die gesetzlichen Krankenversicherungen, die Deutsche Rentenversicherung, die gesetzliche Unfallversicherung und der Freistaat Bayern. Hierdurch können Vorhaben je nach Bewilligung der einzelnen Beteiligten gefördert werden.

Hier sehen Sie die Maßnahmenempfehlungen dieses Handlungsfelder.

Maßnahmenempfehlung Zusatz:

A. Erhalt der Bibliotheksstandorte
Erhaltung der Bibliotheksstandorte für mindestens zehn Jahre und jeweilige genauere Betrachtung des Publikums
à Inhaber*innen, Gemeinden
à Kontinuierlich

B. Steigerung der Ausweisung von möglichst altengerechten Wanderwegen/-touren inkl. Öffentlichkeitsarbeit (= Steigerung des Tourismus)
à Tourismuszentrale, Gemeinden
à Mittelfristig

C. Weiterführung von Pedelec(-Sicherheits)Veranstaltungen
à Veranstaltende, ggf. GesundheitsregionPlus, Vernetzung KSR
à Kontinuierlich

D. Weiterführung der Senioren Bildungs- und Erholungswoche der katholischen Landvolkshochschule (niedrigpreisig)
à Katholische Landvolkshochschule
à Kontinuierlich

E. Angebot der Vernetzung von Ernährungsberatungsstellen für Menschen in bestimmten Situationen – bei Bedarf
à ggf.GesundheitsregionPlus mit KSR
à Langfristig

Nach Bewertungsmatrix

  1. Aktivierend pflegen (27 P)
    Alle in der Pflege Tätigen, privat oder beruflich, sollen möglichst aktivierend pflegen. Den Heimbewohnenden sollen entsprechende Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten werden. Die Öffentlichkeitsarbeit zu „aktivierender Pflege“ soll in Kombination mit dem Thema Prävention behandelt werden. Hierzu sollen punktuell Informationen/Schulung angeboten und (Bestehende) bekannt gemacht werden. Eine spezielle Finanzierung für Angehörige dieser durch die Pflegekassen soll geprüft werden bzw. sollen bestehende Kurse der Fachstellen für pflegende Angehörige beworben werden (z.B. Edukation Demenz).
    à alle; KSR, Seniorenplanung mit Akteuren der Pflege, GesundheitsregionPlus, Nachbarschaftshilfen, Seniorenvertretungen
    à kontinuierlich
  2. Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit zu Sturzprophylaxe, Ausweitung von Angeboten dieser in weitere Regionen des Landkreises und Weiterführung des VHS-Angebotes (25,25 P)
    Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit zu Sturzprophylaxeangeboten. Die Verstetigung und ggf. Ausweitung sollte auf bestehende Strukturen zurückgreifen (z. B.  Nachbarschaftshilfen, Quartiersmanagement).Derzeit existiert ein Angebot in drei Orten.
    à VHS mit ggf. GesundheitsregionPlus, KSR, Seniorenplanung
  3. Ermöglichung der Teilhabe nach einer Rehabilitation – mobiles Rehateam (25 P)
    Schließen der Lücke nach Rückkehr aus stationärer Reha
    Installation eines mobilen Rehateams zur Versorgung auf dem Land. Das bisherige Team fährt von Bamberg bis zur Stadt Forchheim.
    à Akteure des Gesundheitswesens; Anregung durch KSR und GesundheitsregionPlus
    à Mittelfristig
  4. Schaffung bzw. Ausweitung kostenfreier und preisgünstiger Bewegungsangebote (24,69 P)
    Angebote dieser Art (ähnlich „Bewegungstreff“ FO-Bürgerzentrum) sollen angeboten werden. Hierfür können Kooperationen getroffen werden (z.B. Sportverein, Wohlfahrtsverbände, Gemeinde etc.). Es kann sich an bestehenden Angeboten orientiert werden, wie Generationensportparks und zertifizierte Präventionskurse, auch aus anderen Landkreisen oder Städten (z.B. Fürth). In die Planung miteinbezogen werden soll die Hin- und Rückreise der Teilnehmenden. Angrenzende Gemeinden können dies an regionalen runden Tischen (Hdlf. X) besprechen.
    à Vereine, Kreisjugendrein, Gemeinde, Seniorenvertretung und örtliche Organisationen, ggf, Quartiersmanagement
    à Mittelfristig
  5. Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit zu Prävention/ zu bestehenden Angeboten und Strukturen (24,43 P)
    Angebote der Prävention im weitesten Sinne der Bevölkerung bekannt machen (z.B. auch die Notfallmappe).Darstellung der Angebote vor Ort in den Gemeindeblättern. Ebenso soll in Bezug auf die nachrückende Generation Öffentlichkeitsarbeit auch die digitale Welt umfassen.
    à Gemeinden
    à GesundheitsregionPlus, ggf. mit KSR, Seniorenplanung
    à Mittelfristig
  6. Schaffung von (Bewegungs-)Angeboten für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen (23,5 P)
    Angelehnt an Kurse wie „Bewegung trotz(t) Demenz“ (Bürgerzentrum Forchheim und Fachstelle für pflegende Angehörige), sollen Kurse angeboten werden.
    à Veranstaltende, Übungsleiter*innen, VHS, Quartiersmanagement etc.
    à Mittelfristig
  7. Netzwerkarbeit zu „Stärkung der Prävention in allen Lebenslagen“ im Landkreis und auf Gemeinde-/Sozialraumebene – strukturierte Zusammenarbeit Akteure (23,25 P)
    Zum generellen Austausch, zur Information (z.B. über das „Rezept für Bewegung“) und zur Auseinandersetzung mit Schwerpunkthemen, wie Herzinfarkt bei Frauen über 65 Jahren. Dies soll ganzheitlich geschehen, im Sinne eines Netzwerkes, das der strukturierten Zusammenarbeit von Akteuren dient, die an der Versorgung Pflegebedürftiger beteiligt sind und die sich im Rahmen einer freiwilligen Vereinbarung vernetzen wollen. An Bestehendes soll angeknüpft werden (siehe auch VI.).
    à KSR, Seniorenplanung in Kooperation mit der GesundheitsregionPlus
    à Kurzfristig
  8. Ermöglichung der Teilhabe nach einer Rehabilitation – Überleitung (23,125 P)
    Hausarztpraxenteams (und (in Zusammenarbeit mit/ zusätzlich) Seniorenbeauftragte/r oder Engagierte/r als „Willkommen zurück“-Empfänger), Darstellung der Angebote vor Ort (Gymnastikkurse, Physiotherapeuten, ambulante Versorgung, Möglichkeiten der Erreichbarkeit von Treffen etc.). Information der Patient*innen über dieses Angebot durch die Sozialdienste der Klinken und Rehaeinrichtungen, v.a. aber über die Hausarztpraxenteams (!) sicherstellen. Im Rathaus sollte der „Willkommen zurück“-Empfänger erfragt werden können. Ggf. Datenschutzerklärung unterschreiben lassen, sodass die „Sozialstation“ Bescheid bekommt, dass ein Bürger nach der Reha nach Hause kommt.
    à GesundheitsregionPlus mit Gemeinden, KSR, Seniorenvertretungen und Anbietern
    à Mittelfristig
  9. Errichtung bzw. Wiederbelebung von Generationensportparks (23,11 P)
    Errichtung bzw. Wiederbelebung von Generationensportparks durch regelmäßige Bespielung und ggf. kooperative Zusammenarbeit (Physiotherapeutische Praxen, SB, Verein, VHS…). Prüfung der Umgestaltung/Erweiterungsmöglichkeiten von Kinderspielplätzen. Wichtig ist die regelmäßige Bespielung mit Programm in Kombination mit Geselligkeit (Essen und Trinken, Beisammensitzen) zur Gewinnung aller Personen. Allgemeine Kooperation der vers. Anbieter von Seniorensport, ggf. Initiierung regionaler Präventionsprogramme. Dies kann in den Treffen „Runden Tischen“ der Akteure vor Ort geschehen. Ebenso können hierfür Sponsoren gefunden werden. Ggf. können hier über §20a SGB V Gelder akquiriert werden. Diese ME kann mit ME 4. Schaffung bzw. Ausweitung kostenfreier und preisgünstiger Bewegungsangebote kombiniert werden.
    à Gemeinde mit Seniorenvertretungen (ggf. in Kooperationen), Quartiersmanagement, Sponsoren, GesundheitsregionPlus, KSR, Seniorenplanung
    à kurzfristig
  10. Prüfung der Anpassung von Zeit und Ort von Angebote an die ÖPNV-Verbindungen (falls keine Möglichkeit besteht, Prüfen von Begleitfahrten) (23 P)
    Angebote sollen auf ihre Anpassungsfähigkeit zur leichteren Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln geprüft werden.
    à Veranstaltende, Seniorenvertretungen
    à Kurzfristig
  11. Sensibilisierung/Aktivierung der Vereine/ der Bewegungsangebote – Schnupperkarte (22,75 P)
    Teilnahme an Kursen ohne Mitgliedschaft, z.B. gegen Gebühr oder als Schnupperkurs (mit anschließender Mitgliedschaft). Wahrnehmung der Möglichkeit der 10er-Schnupperkarte.
    à Vereine, Bayerischer Landessportverein; Anregung durch KSR, Gemeinden, Seniorenvertretungen
    à Langfristig
  12. Regelmäßige Erfassung der Bestände und Bedarfe – Aufnahme des Präventionsbereichs in die Senioren(struktur/sozialraum)planung (22,43 P)
    Zur Erkennung von Trends und entsprechender Planungsgrundlage soll in die Seniorensozialraumanalyse dieser Faktor miteinfließen.
    à Seniorenplanung
    à Kontinuierlich
  13. Erweiterung der „Starthilfe für die schönste Lebenszeit“ um den Faktor Präventionsangebote (22,38 P)
    à KSR mit Gemeinde, Seniorenvertretung, Anbietende
    à Mittelfristig
  14. Netzwerkarbeit zu „Stärkung der Prävention in allen Lebenslagen“ im Landkreis und auf Gemeinde-/Sozialraumebene – Arztpraxen in (gemeindliche) Runde Tische (22,11 P)
    Um medizinische Professionen über bestehende lokal stattfindende Angebote zu informieren und somit die Weiterleitung an Senior*innen zu fördern, soll in der Gemeinde bzw. gemeindeübergreifend in regelmäßigen Abständen diese Thematik in bestehende Runde Tische einfließen oder in solitären Treffen behandelt werden. Hier können auch räumliche Kapazitäten organisiert werden (z.B. Raum im Haus eines Verbandes ist frei à Übungsleiter*in kann diesen nutzen.)
    à Gemeinden, Wohlfahrtsverbände mit Übungsleiter*innen, Seniorenvertretungen, Quartiersmanagende
    à Langfristig
  15. Sensibilisierung/Aktivierung der Vereine/ der Bewegungsangebote – Angebote für Ältere (21,88 P)
    Mehr Angebote für Ältere
    à Vereine, Bayerischer Landessportverein; Anregung durch KSR, Gemeinden, Seniorenvertretungen, Quartiersmanagement
    à Mittelfristig
  16. Bewusstmachung der Selbstverantwortlichkeit im Alter und der Vorteile des Lebensabschnitts – Stärkung des Präventionsgedankens durch Trends (21,5 P) – Prio 1
    Öffentlichkeitsarbeit und Vorleben des Trends (z.B. Presseartikel über aktive Personen)
    à alle
    à Kontinuierlich
  17. Ermöglichung der Teilhabe nach einer Rehabilitation – Aufsuchende Beratungsvermittlung (21,42 P)
    Soweit möglich: Aufsuchende Beratung bzw. Beratungsvermittlung sowie Vermittlung der Möglichkeiten zu Teilhabe auch direkt nach der Reha. Eine Rückkehrinformation wird vor allem durch persönliche Kontakte erhalten.
    à Kirche, Seniorenvertretungen oder andere Akteure vor Ort.
    à Langfristig
  18. Bekanntmachung zertifizierter Präventionskurse und der Möglichkeit der Zertifizierung (21,42 P)
    Zertifizierte Präventionskurse und das Angebot des Zuschuss durch die Krankenkassen bekannter machen. Hier existieren weniger Angebote in den ländlichen Regionen. Bei bereits in ländlichen Gebieten bestehenden Kursen die Möglichkeit der Zertifizierung anregen (bei entsprechender Qualifikation). Pro Person und nach (Zusatz-) Versicherung können ein oder mehrere Kurse pro Jahr besucht werden. Es sind hier vers. Thematiken möglich (Bewegung, Ernährung, Entspannung, etc.). Übungsleiter*innen sollen über die Zertifizierung informiert werden. Mögliche Zertifizierungshindernisse sollen analysiert und den Anerkennungsstellen zur Bearbeitung vermittelt werden.
    à Gemeinde mit Seniorenvertretung mit Runden Tischen, Quartiersmanagement
    à Langfristig
  19. Sensibilisierung/Aktivierung der Vereine/ der Bewegungsangebote (21,38 P)
    Schnuppertage im Bewegungsbereich auch in der VHS anbieten. Beispielsweise könnte an einem „VHS-Tag“ über die Angebote informiert werde. Dieser könnte z.B. mit anderen Veranstaltungen des Kulturbereiches kombiniert werden.
    à VHS
    à Mittelfristig
  20. Netzwerkarbeit zu „Stärkung der Prävention in allen Lebenslagen“ im Landkreis und auf Gemeinde-/Sozialraumebene – Medizinische Personen ins Netzwerk (21,13 P)
    Arztpraxen sollen in Informationsverteilern/Netzwerke nach Passung aufgenommen werden. Möglich wäre eine Kontaktaufnahme zum Ärztlichen Kreisverband, der Ugef und lokal/persönlich. Die Schwierigkeit wird die Teilnahme der Profession darstellen, daher könnten diese eine Vertretung aus ihrem Team entsenden.
    à alle
    à Mittelfristig
  21. Qualitative punktuelle Erweiterung der Seniorentreffen um den Präventionsfaktor (20,25 P)
    Zum „Aktivwerden“ animieren. In bisherigen Seniorencafés etc. sollen spielerisch punktuell kleine Übungen (geistig, körperlich) einfließen.
    à Veranstaltende, Seniorenvertretungen
    à kontinuierlich
  22. Sensibilisierung/Aktivierung der Vereine/ der Bewegungsangebote – Mitgliedschaftsanreize (19,75 P)
    Anreizstrukturen zur Mitgliedschaft schaffen
    à Vereine, Bayerischer Landessportverein; Anregung durch KSR, Gemeinden, Seniorenvertretungen
    à Mittelfristig
  23. Rhythmisch stattfindender „Tag der Bewegung“ (19,63 P)
    Angelehnt an den „Tag der Jugend“ soll ein „Tag der Bewegung“ veranstaltet werden. Hierbei stellen sich Anbieter und Organisationen mit (u.a. praktischer) Darstellung ihrer Angebote auf Gemeindeebene vor. Es sollen möglichst alle Gruppen angesprochen werden (z.B. Menschen mit Einschränkungen/Behinderung). Es sollten auch ruhige Elemente zum Beisammensitzen und Verweilen mit Essen und Trinken vorhanden sein. Geplant werden kann dieser Tag im Rahmen der gemeindlichen runden Tische (siehe auch Hdlf. X.). Kirchweihen oder Festlichkeiten können hierfür genutzt werden.
    à Gemeinde, Seniorenvertretung mit Vereinen, Organisationen, Übungsleiter*innen, Physiotherapeutisches Fachpersonal etc.
    à Langfristig
  24. Anbieten von Rollatoren(-tanz)trainings (18,75 P)
    Punktuelles Anbieten von Rollatoren(-tanz)trainings mit Hinweisen zu den verschiedenen Arten von Rollatoren. Dies ist v.a. in ländlichen, bergigeren Regionen und/oder in Ortschaften mit weniger barrierefrei begehbaren Wegen und Straßen zu empfehlen. Um einen möglichst niedrigschwelligen Zugang zu ermöglichen, sollten diese Tänze oder Trainings in Kooperation von mehreren oder von einzelnen Seniorenorganisationen veranstaltet werden.
    à Veranstaltende, Seniorenvertretungen, Quartiersmanagment
    à Mittelfristig